Förderverein Heimatpflege Grub am Forst e. V.

Aktuelles

Archäologischer Vortrag und Buchvorstellung

veröffentlicht am 2. Juni 2026

Die Helfer des Heimatvereins hatten den großen Sitzungssaal des Rathauses in einen „Hörsaal“ umgestaltet und 50 Sitzgelegenheiten geschaffen. Kurz vor dem Beginn des archäologischen Vortrages war bereits alles besetzt, sodaß noch weitere Stühle geholt werden mussten.

 

Schlussendlich waren es 66 Personen die den Saal gänzlich füllten und den Worten von Philipp Schinkel folgten.

 

Zunächst begrüßte Gerd Weibelzahl vom veranstaltenden CHW (COLLOQUIUM HISTORICUM WIRSBERGENSE e.V.) und der Grüber Bürgermeister Andre Dehler die Gäste, bevor der Vortrag, „Neues und Altes zur Archäologie des Coburger Landes“ begann.

 

 

 

 

Der Referent Herr Schinkel brachte das trockene Thema über archäologische Fundstellen und Ausgrabungen im Coburger Raum sehr interessant, anschaulich und wie er selbst mehrfach heraushob spannend rüber.

Er hatte drei Bereiche im Coburger Land ausgesucht und begann mit dem Georgenberg bei Bad Rodach, über dessen archäologische Untersuchung auch schon vielfach in den örtlichen Zeitungen berichtet wurde. Dabei erläuterte er auch die Funktionsweise der genutzten Gerätschaften.

Die nächste Örtlichkeit über die er berichtete war dann ein Turmhügel bei Großwalbur. Hier erklärte er sehr gut nachvollziehbar, wie man aus den gewonnen Erkenntnissen aus verschiedensten Methoden (Luftbilder, Geländeschummerung, alte Ortsnamen, etc.) Rückschlüsse auf die frühere Bebauung ziehen kann. Insgesamt ergab sich dann ein Bild wie es weit zurückliegend einmal ausgesehen haben mag. Dies zeigte er auch anhand von Nachbauten und Modellen sehr anschaulich in seiner Power-Point-Vorlage.

 

Weiter Richtung Osten wurde dann der Muppberg vorgestellt, ein Paradebeispiel für vorzeitliche Besiedlung. Dort leitete Herr Schinkel umfangreiche Ausgrabungen im Rahmen seiner Doktorarbeit, was er mit eindrucksvollen Bildern belegte. Man sah, dass Archäologie keine „Schönwetterforschung“ ist. Hier erklärte es sehr gut nachvollziehbar, wie man aus Bodenspuren Bauwerke, wie Wehrmauern, rekonstruieren kann.

 

 

Zum Ende des etwa eineinhalbstündigen Vortrags widmete er sich der Umgebung von Grub am Forst. Diese Thematik wird auch sehr anschaulich im neuen, vom Heimatverein Grub aufgelegten Buch, beschrieben. Beispielhaft zeigte er die Spuren von einem Turmhügel bei Roth und das Auffinden von Artefakten bei Forsthub auf. Herr Schinkel verwies mehrfach auf Passagen des Buches „Historische Spuren in der Grüber Flur“, in welchem er das Vorwort geschrieben hat und ein umfangrreicher Beitrag von Dr. Curio zu finden ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Vortrag konnte man das neue Buch und weitere Publikationen des Fördervereins Heimatpflege in Grub am Forst erweben.
Als Einleger befindet sich im Buch eine Karte (60 x 60 cm) mit Grüber Flurnamen, gestaltet von Günter Menzner, die es im Großformat vor Ort auch zu betrachten gab und zu mancherlei Diskussionen bei den Grüber Besuchern führte.
Bei kleinen Häppchen und Getränken wurde anschließende unter den Zuhören noch lebhaft „gefachsimpelt“.

Die Anwesenden waren sich einig, eine sehr interessante und gelungene Veranstaltung!

 

Vorbericht:

Wie bereits in einem zurückliegenden Beitrag angekündigt, gibt es ein neues Buch des Heimartvereins.

Unter anderem aus diesem Grund findet ein Vortrag von Philipp Schinkel
am 12. Juni 2026, 19:30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt.

Mehr Infos hier:

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